Oregon Coast – die wilde grüne Pazifikküste

Immer wieder lese oder höre ich vom Traum eines Roadtrips auf Kaliforniens Highway No. 1. Scheinbar träumt die halbe Welt davon. Jetzt wo ich diese Zeilen schreibe, kenne ich sowohl diesen als auch den sich nördlich anschließenden Hwy. 101 – der Küste Oregons entlang. Gut – nein sehr gut, dass die Grenze zwischen den beiden Bundesstaaten auch eine virtuelle Grenze der Bekanntheit bildet. Nicht aber jedoch, was die Schönheit betrifft. Von Norden folgt der Highway 101 kurven- und höhenmeterreich der über 500 Kilometer langen, wilden Küste Oregons, von der Mündung des Columbia River, bis hinunter nach Brookings, kurz vor Kalifornien. Über 70 State Parks schützen die menschenleeren Räume zwischen den kleinen Städtchen, die selten mehr als ein paar Tausend Einwohner haben. Obwohl die Zeit des heiligen Oregon-Ideals – also das Recht auf wildes Zelten an allen Stränden längst Geschichte ist, findet man es hier noch, das wilde einsame Amerika. Außerhalb der State Parks gibt es Möglichkeiten den Ducato über den steilen Klippen zu parken, dem Wind und den Wellen zuzuhören und der Sonne eine Gute Nacht zu wünschen und einen Hauch von Freiheit, Wildheit und Einsamkeit zu spüren. Zu Verdanken haben wir das dem für seine Zeit ungewöhnlich weitsichtige Gouverneur Oswand West. 1913 bescheinigte allen Einwohnern das Geburtsrecht auf eine naturbelassene Küste und erklärte sämtliche Strände zu Allgemeinbesitz. Bleibt zu hoffen, das dieses Recht sowie der „Oregon Beach Bill“ noch viele viele Jahrhunderte bestand haben mögen, damit sich auch in Zukunft Sonne, Berge, Wälder, Klippen, Strände und die Wellen ungestört im Dunstschleier des Pazifik vereinen können.

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