Copan – Aras, Hieroglyphen & Hefeweizen

Die kleine Stadt Copán liegt im Westen von Honduras an der Grenze zu Guatemala. Hier besuchen wir die gleichnamige Maya Ruinenstätte. Sie ist im Vergleich zu anderen, die wir schon gesehen haben, eher klein und übersichtlich. Dennoch gehört Copán nicht umsonst zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders beeindruckend sind hier die Hieroglyphentreppe und die gut erhaltenen Stelen. Das sind Stein-Pfeiler, in die Verzierungen, Hieroglyphen und Abbildungen von Königen eingemeißelt wurden. Sie zeigen einen Einblick in die Geschichte und Kultur der Maya.

Beim Rundgang durch die Ruinen flattern über unseren Köpfen die schönen hellroten Aras. Sie fliegen frei herum und bilden schöne Farbtupfer zwischen den Grün- und Grautönen der Umgebung. Auch abstrahiert in Stein gehauen könne wir sie überall wieder entdecken. Für die Mayas müssen sie eine bedeutende Rolle gespielt haben.

Nach längerem Überlegen, entscheiden wir uns doch für einen geführten Ausritt mit Pferden. Mit unserem Guide erkunden wir die Umgebung von Copán. Durch ihn erfahren wir, dass es hier einen Deutschen gibt, der sein eigenes Bier brauen soll. Haben wir das richtig verstanden oder will uns der gute Mann auf den Arm nehmen? Das wäre einfach zu gut um wahr zu sein! Noch am selben Tag parken wir abends unseren Ducato vor der kleinen Kneipe Sol de Copán. Beim eintreten werden wir freudig vom Wirt begrüßt. Wir kommen sofort mit Thomas ins Gespräch und er klärt uns über sein Brauverfahren auf. Es stimmt also tatsächlich und es kommt nach besser. Er bietet gerade zwei verschiedene Biersorten an, Weihnachtsbier und Hefeweizen! Wir können abermals unseren Ohren nicht trauen. Wir probieren natürlich beides und was sollen wir sagen? Es hat einfach himmlisch geschmeckt! Seit fast einem Jahr haben wir kein Bier mehr getrunken, das so gut war. Es werden an diesem Abend natürlich noch ein paar weitere. Dazu gibt es leckere Käsespätzle. Wir haben einen feucht fröhlichen Abend in bester Gesellschaft. Für uns ist heute eigentlich schon Weihnachten. Vielen Dank an Thomas und an seine liebe Frau Elsa für alles – aber besonders für Hefeweizen und Käsespätzle in Honduras!

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