Black Canyon of the Gunnison National Park

Eigentlich wollten wir nach dem Besuch von Mesa Verde wieder Kurs Richtung Utah nehmen und uns von Süden her dem Canyonlands National Park nähern. Eigentlich…
Die dort zu erwartenden Temperaturen und eine immer noch kränkelnde Julia machten allerdings eine Planänderung erforderlich. Da in der Hitze der 4-Corner Region kaum Entspannung zu erwarten war, entschieden wir uns den San Juan Skyway von Durango aus abzufahren und irgendwo dort in den Höhenlagen der noch schneebedeckten Berge ein Paar Tage zu verbringen bevor es dann zum Black Canyon of the Gunnison Nationalpark weitergeht – immerhin liegt dieser auch gut über der 2000 Meter Marke.
Nun, das Wort „Skyway“ ist nicht ganz unberechtigt, denn die Serpentinenstraße führt und gleich mehrfach über ein paar Pässe weit über 10.000 Fuß / 3000 Meter. Als einer der höchsten wäre da der  11.018 Fuß / 3.358  Meter hohe Red Mountain Pass, zu erwähnen dessen Überquerung uns und den Ducato schon einiges an Überwindung gekostet hat, bevor das graue Asphaltband des auch Million Dollar Highway genannten Abschnitt des Highway 550 dann mit stetigem Fuß auf der Bremse das Chattanooga Valley nach Silverton wieder hinunter geht. Im Ridgway State Park nahe Ouray  verbringen wir weitere zwei Genesungstage. Zufällig treffen wir dort auf eine Gruppe Sachsen, die mit ihren Wohnmobilen den Skyway in die andere Richtung befahren. Unser Glück: Eine Ärztin ist Teil der Gruppe und schaut sich Julia kurz etwas genauer an. Ihre Diagnose: Angina und ihre Aussage, dass wir mit dem Antibiotikum was Julia nun seit 3 Tagen nimmt genau die richtige Entscheidung getroffen haben, beruhigt uns dann doch ein gutes Stück.
Nun aber hinauf zum Black Canyon of the Gunnison, der seinem Namen alle Ehre macht. Lange galt er als unbezwingbar bzw. undurchdringbar. Verschiedene Expeditionen hatten sich seit 1850 das Ziel gesetzt, den Canyon zu erkunden, jedoch sollte es bis 1916 dauern bis dies gelang.
Neben wunderbaren Aus- und Einsichten in den Canyon bietet dieser auch extrem anspruchsvolle Klettertouren, die oft im oberen 8. und 9. UIAA Grad liegen und nur wenige von ihnen kommen ohne A1 / A2 (also technische) Passagen aus. Ganz nett, mehr aber auch nicht, war es hingegen sich ein paar Stunden mit den Granitbouldern am Canyonrand zu beschäftigen.

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