Grand Canyon – der große Graben

Ich (Julia) hab zwar schon, wie bestimmt die meisten Menschen, einige schöne Bilder vom Grand Canyon gesehen, konnte mir aber nichts Genaues darunter vorstellen. Als ich dann zum ersten Mal mit Mark den Weg hinunter zum South Rim ging und einen ersten Blick auf einen kleinen Teil des Canyons werfen konnte, war ich einfach überwältigt. Je weiter wir dem Rand kamen und die Aussicht mehr Preis gab, umso unfassbarer und fantastischer war der Ausblick. Wir kamen am Canyon gegen Abend an und konnten noch einen kurzen Blick auf die untergehende Sonne werfen. Mark konnte mich nur schwer vom Canyonrand losreißen – aber er schaffte es, zum einen weil es ganz schön kalt wurde nachdem die Sonne untergegangen war und weil er mir versicherte, dass der Grand Canyon auch am nächsten Tag noch da ist ;).

Da der Campingplatz schon ausgebucht war, übernachteten wir auf einem großen Parkplatz in der Nähe des Backcountry Office. Wir fielen gar nicht auf, da der Platz mit anderen Autos gefüllt war, die an der angrenzenden Lodge übernachteten, in der wir auch den Restroom nutzten.

Am nächsten Tag standen wir früh auf, um hinunter zum Bright Angel Plateau zu wandern. Auf dem 10.7 Milen langen Weg überwindet man über 1000 Höhenmeter. Unterwegs gibt es Stellen zum Wasser auffüllen. Je weiter man hinunter zum Grund des Canyons kommt, umso heißer wird es.

Beim Weg nach unten musste ich aufpassen, dass ich nicht über meine eignen Füße stolpere, weil ich den Blick kaum von den riesigen Felswänden um mich herum lassen konnte. Auf etwas über der Hälfte des Weges erreicht man den Indian Garden, der sich mit einem frischen saftigen Grün zu den vielen verschieden Rottönen dazu mischt.

Am Plateau Punkt angekommen, war die Sicht einfach spektakulär. Uns gegenüber der North Rim, der sich noch über etliche Meilen erstreckt, unter uns der bläulich- grünlich schimmernde Colorado mit seinen Stromschnellen und links und rechts die Ausläufer des Canyons. An diesem schönen Fleckchen gab’s erstmal was zu Essen und natürlich gaaaanz viele Fotos aus allen erdenklichen Blickwinkeln. Gestärkt und bezaubert von dem Ausblick sind wir die 1000 Höhenmeter wieder bis nach oben zum Rim fast hochgeflogen Auch Petrus hat es mit uns gut gemeint; am Plateau Punkt hatten wir noch strahlenden Sonnenschein für schöne Fotos und beim hoch laufen hat es sich zu gezogen, so dass es angenehmer zu laufen war. Noch dazu gab’s unterwegs eine kühle Dusche. Nach dieser sehr schönen, aber auch anstrengenden Tour gab’s erstmal ein Belohnungsbier und eine Runde Mittagsschlaf. Am nächsten Tag gab’s eine Fahrradtour zum Hermit Rest Point. Eine schöne Tour direkt am Rim entlang, aber auch wieder ganz schön anstrengend mit vielen Bergen! Bis jetzt hatte mir Fahrrad nicht besonders Spaß gemacht, aber mit der Aussicht des Grand Canyon neben mir, nimmt es eine ganz andere Wendung: Hat man einmal seinen Schweinehund überwunden und sich über den Berg gestrampelt, dann macht das Runterfahren umso mehr Spaß! Kurz vor Ende beim vorletzten Berg, gab es zwar mal ein Tief, aber mit einem kleinen Snack, der super Motivation durch Mark und der Aussicht, dass es das letzte Stück nur noch Berg ab ging, konnte auch diese Hürde gemeistert werden! 🙂

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1 Comment

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Rebbyreply
Juli 21, 2016 at 12:26 pm

Klasse Fotos! Würde ich mir in gross an die Wand hängen

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